Kulinarische IPA Reise Südsteiermark der LG Vorarlberg 2010
In der Zeit vom 22. bis 25. April 2010 konnten 38 IPA Mitglieder (mit Begleitung) eine sensationelle Kameradschaft und Gemütlichkeit erleben, die wohl allen länger in Erinnerung bleiben wird. Nach Abfahren der Einstiegsstellen verlief die angenehme Busreise mit unserem Chauffeur Hubert (Nachbaur -Reisen) über Deutschland nach Leibnitz. Die Anfahrt nach Leibnitz wurde mit einer Jausenpause auf der Raststätte Holzkirchen und einem Mittagessenbeim Autohof Pankraz unterbrochen. Einige Mitreisenden haben sich die Fahrt durch Ratespiele und jassen verkürzt. Martin unser "Servicemann" kam natürlich nicht zur Ruhe und versorgte die Mitreisenden mit kühlen Getränken.
Gegen 16.30 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft im "Hotel zur Alten Post". Dort wurden wir schon vor dem Hoteleingang von Max Lustig und zwei Kollegen musikalisch begrüßt. Nach dem Zimmerbezug traf man sich um 18.00 Uhr zum Abendessen und wurden mit einem 3-Gang-Menü verwöhnt. Nach dem Abendessen verliefen sich die Wege, einige spazierten durch Leibnitz, andere "verhockten" im Hotel und andere genossen das Nachtleben auf "andere Art". Es ergab sich auch die Gelegenheit mit Freunden der IPA Verbindungstelle Leibnitz im Hotel zu plaudern.
Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück und anschl. Abfahrt nach Heimschuh. Max Lustig stellte sich als Reiseleiter zur Verfügung und brachte uns mit Witz seiner Heimat näher. In Heimschuh wurde die Kernölmühle "Hartlieb" besichtigt. Mit steirischem Humor wurde uns die Herstellung des Kernöls von damals und heute erzählt. Danach erfolgte eine Verkostung einer Eierspeis mit Kernöl, was allen köstlich geschmeckt hat. Hier bot sich auch die Gelegenheit Kernöl und diverse andere Artikel zu erwerben. Kitzeck im Sausal - der höchstgelegene Ort mit Weinanbau in Mitteleuropa - war unser nächstes Ziel. Bei nicht gerade guter Sicht erreichten wir Kitzeck in 564m Seehöhe. Hier erwartete uns die nächste Überraschung. Dort wurden wir von Franz Langbauer, genannt "Franzi" mit steirischer Musik herzlich empfangen und vom Parkplatz bis zum Weinbaumuseum begleitet, wo eine Führung anstand. Mittags erwartete uns ein typisch steirisches Menü (Steirisches Backhendl und Alternativ Schweinebraten) im Sausalerhof. Von dort aus konnte die größte Klapotetz (Vogelscheuche) besichtigt werden, bevor es zur Brauerei Flamberger in St. Nikolai weiterging. Herr Löscher erzählte uns, wie er sein Hobby Bierbrauen zum Beruf gemacht hat. Die Brauerei erzeugt auch viele exotische Biersorten (z.B. Kaffeebier, Schwarzbier, Hanfbier uvm ). Die interessanten Ausführungen zur Herstellung sowie die Verkostung waren ein tolles Erlebnis. Die Möglichkeit diverse Biersorten zu kaufen, wurde natürlich von vielen auch genutzt. Danach fuhr man zurück ins Hotel.
An diesem Nachmittag fand in Leibnitz ein Oldtimertreffen statt. Diese Gelegenheit ließen sich viele nicht nehmen und besichtigten die Oldies. Vor dem geplante Besuch in der Buschenschank legten wir einen außertourlichen Zwischenstopp beim "Hofladen" der Familie Greistorfer im Sausal ein. Hier wurden wir mit selbstgemachten Mehlspeisen empfangen. Auch die selbstgemachten Schnäpse und Liköre konnten probiert werden. Danach kam ein weiterer Höhepunkt dieser IPA-Reise.
Gegen 19.00 Uhr trafen wir bei der Buschenschank Strauss ein. Kaum vom Bus ausgestiegen konnte man die musikalischen Klänge des Trios um Max Lustig hören. Bevor es zum eigentlichen und typischen Buschenschankaufenthalt kam, wurden wir vom Wirt Strauss zu einer Weindegustation in seinen Weinkeller eingeladen. Danach wartete schon Max Lustig und spielte im Lokal zünftig auf. Die bestellten Buschenschankplatten wurden kalorienreich und ausgiebig aufgetischt, selbstverständlich durfte der "guate" Wein nicht fehlen. Unterhaltung pur! Mit Witz und Musik unterhielt uns Max Lustig bis ca. 23.30 Uhr. Die Zeit verging viel zu schnell und der Abschied viel allen schwer. Max Lustig spielte noch die letzten musikalischen Stücke im Bus. Angekommen im Hotel zog es noch einige bei den Zimmern vorbei in die Hotelbar, wo es noch ein klein wenig später wurde.
Samstag nach dem Frühstücksbuffet fuhren wir gegen 09.00 Uhr nach Aflenz bei Wagna. Hier erwartete uns Herr Franz Trampusch beim Gasthaus "Sulmwirt". Herr Trampusch (Zeitzeuge und Altbürgermeister von Wagna) führte uns durch die Römerhöhle (früheres KZ-Außenlager von Mauthausen). In dieser Römerhöhle wird bis heute noch abgebaut und ist daher das älteste aktive Bergwerk Österreichs. Unser Zeitzeuge berichtete über die Entstehung der Römerhöhle. Die Römerhöhle ist ein Korallenriff und resultiert vom Pannonischen Meer (vor ca. 17 Mill. Jahren). Insgesamt haben um das Jahr1944/1945 ca. 600 Häftlinge vom KZ Mauthausen gearbeitet und einige 100 sind dabei umgekommen. Nach diesem unterirdischen Spaziergang in die Vergangenheit, bedankte sich der LGO Peter Matt bei Franz Trampusch und übergab ihm ein IPA - Abzeichen als Erinnerung und Dankeschön. Die Kulturhauptstadt Graz war unser nächster Programmpunkt. Nach dem Mittagessen im Brauhaus Puntigam stand es jedem frei, die Stadtführung mit zu machen oder einen Einkaufsbummel zu unternehmen. Der Aufenthalt in Graz war von der ganzen IPA-Reise der sportlichste Abschnitt dieser Reise und man konnte hier einige Kalorien abbauen.
Bei traumhaftem Frühlingswetter haben wir den Aufenthalt in Graz genossen. Letzter geplanter Einkehrschwung war die Besichtigung der Feindestillerie Hochstrasser in Mooskirchen. Nach dem Abendessen im Restaurant Hochstrasser erfolgte eine ausgezeichnete Schnapsdegustation. Auch hier konnten die flüssigen Köstlichkeiten erworben werden. Danach stand die Rückkehr ins "Hotel zur Alten Post" an. Kurz vor dem Ziel wurden dann noch ein paar Unermüdliche beim Weingut "Assigal" zum letzten Einkehrschwung abgeladen, der Rest der Gruppe wurde ins Hotel gefahren. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden die Koffer gepackt und es wurde die Heimreise angetreten.
Diese kulinarische IPA Reise in die Südsteiermark ist gelungen und den Organisatoren ergeht für ihr Engagement ein großes "Danke" besonders dem Max Lustig und seinen Musikfreunde.





